Investitionskosten 1: „Schnäppchen“ für 5 Mio Euro?

Die Fakten scheinen für sich zu sprechen: Nur gut 5 Mio Euro sollen die externen, großen Lösungen für die Klärschlammverbrennung kosten. Für die viel kleinere, städtische Anlage am Salierweg in Bonn aber sollen über 30 Mio Euro Investitionskosten anfallen. Aber das ist nicht einmal die halbe Wahrheit.

30 MIO EURO FÜR DIE KLEINE, 5 MIO EURO FÜR DIE GROSSEN LÖSUNGEN

Die Bonner Stadtverwaltung hat wiederholt die unten stehende Grafik präsentiert. Danach würden Investitionskosten von über 30 Mio. Euro anfallen, wenn die Stadt selber bauen würde, also einen Neubau mit 8 000 t Kapazität am bisherigen Standort Salierweg im Bonner Norden errichten würde.

Aber nur gut 5 Mio. Euro würden danach die beiden viel größeren externen Alternativen kosten:

 ·         die Kooperationslösung mit einer Kapazität von 70 000 t (Strategie 1) und

·         die MVA-Lösung mit 35 000 t (Strategie 4).

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DES RÄTSELS LÖSUNG: KOSTEN NUR FÜR DEN BONNER HAUSHALT

Die Fachleute staunen, die Laien wundern sich. Genaues Hinsehen lohnt. Denn es handelt sich nur um die Kosten, die im Bonner Haushalt anfallen. Bei den externen Lösungen sind dies nur Kosten für Umbauten am Salierweg wie

 ·         Rückbau der bestehenden Anlage,

·         Verladerampe (denn der Klärschlamm müsste an die auswärtigen Standorte transportiert werden),

·         Verbesserungen an der Schlammentwässerung und

·         ein neues Blockheizkraftwerk.

 Die eigentlichen Investitionskosten für die Strategien 1 und 4 wurden zunächst unter den Tisch gekehrt. Nur nach wiederholtem Nachbohren wurden einige Zahlen veröffentlicht: Für die Kooperationslösung wird mit 80 – 100 Mio Euro (brutto) gerechnet, für die MVA-Lösung wurden über 40 Mio Euro (netto) angegeben. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag “Investitionskosten 3” .

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